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Das jüngste Hochmoorwachstum im nordwestdeutschen Tiefland hat vor rund 6.000 Jahren, d.h. nach der letzten Eiszeit begonnen. Um einen Millimeter im Jahr wächst die Torfschicht. Das Oppenweher Moor begann wegen seiner Torfmächtigkeit von 2 Metern vor etwa 2.000 Jahren zu wachsen. Hochmoore wachsen über das umliegende Gelände hinaus und wölben sich wie ein Uhrglas. In solchen "Höhen" leben die Hochmoore allein vom Regenwasser, das sie wie ein Schwamm speichern. Entsprechend arm sind sie an Nährstoffen.
Hochmoore sind das "Lebenswerk" von Torfmoosen. Torfmoose haben keine Wurzeln, sie wachsen unbegrenzt nach oben und machen ihre Umgebung so sauer, dass nur noch wenige angepasste Pflanzen unter diesen extremen Bedingungen überleben können.
Das Oppenweher Moor hat wie alle Hochmoor eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Es wurde zur Nutzung trockengelegt und Teilbereiche abgetorft. Heute jedoch wird das Gebiet renaturiert, um typischen Pflanzen und Tieren darin wieder einen Lebensraum zu schaffen. Die wichtigste Maßnahme ist die Vernässung des Moores, so dass das Torfmoos wieder wachsen kann. Einige, heute verwitterte, Handtorfstiche zeugen von der Nutzung des Moores durch den Menschen im letzten Jahrhundert. Die gestochenen Torfsoden dienten vor allem als Brennmaterial. (clicken zum vergrößern)
Wälder aus schlanken Moorbirken wachsen in den trockeneren Randbereichen des Gebietes. Heidel-, Preiselbeeren und Moose bedecken den Boden.
Eine typische Moorpflanze ist das Wollgras, dessen büschelige Samenstände im Frühjahr über den weiten Flächen des Moores zu schweben scheinen.
Der Moorfrosch laicht im zeitigen Frühjahr in Wasserlachen ab. An den ersten warmen Tagen ist seine leise Stimme zu hören. Auch Eidechsen nutzen die ersten Sonnenstrahlen, um sich morgens aufzuwärmen.(clicken zum vergrößern)