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Grenzenlose Freiheit im Naturpark Dümmer genießen

Grenzenlose Freiheit genießen. Das geht - im Naturpark Dümmer.

 

Passend zum Themenjahr „Luther 2017 - 500. Reformationsjubiläum“ der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) haben die Tourist-Informationen Dammer Berge und Lembruch, die Landkreise Vechta, Minden-Lübbecke, Osnabrück und Diepholz, die Naturschutzstation Ochsenmoor, Vertreter der evangelischen und katholischen Kirchen, das Dümmer Museum, die DümmerWeserLand Touristik und der Naturpark Dümmer das Projekt „Grenz.Über.Gänge“ initiiert.

 

Grenzen gab es schon immer, diese zu überwinden ist wichtig. Das wird vor allem beim Blick in die Vergangenheit deutlich. Denn die Überwindung von Grenzen zwischen Königreichen, Herrschaften, Konfessionen und Orten hat immer zu einem besseren Miteinander geführt. Die Initiatoren des Projekts „Grenz.Über.Gänge“ sehen das als Ermutigung für heute - eine Zeit, in der vielerorts Grenzen wieder aufgebaut werden.

 

Schauplatz des Projekts ist der Dümmer-See. Hier treffen Sie auf verschiedene Stellen, an denen Grenzen aufeinander stoßen oder stießen: Sie gehen durch vier Landkreise, zwei Bistümer, viele kommunale und kirchliche Gemeinden, einen stärker katholischen und einen vornehmlich evangelisch geprägten Teil.

 

Die „Grenzpunkte“ sind mit Pfählen markiert und mit Wappenschildern zu den Themenbereichen „Natur“, „Kultur“, „Geschichte“, „kommunale Realitäten“ und „Kirche/Religion“ gekennzeichnet. Die insgesamt 12 Standorte der stilisierten Segel mit den „Impulsen“ sollen den geneigten Betrachter zum Nachdenken anregen.

 

Hier können Sie sich den Projektflyer herunterladen. Bei Interesse an einem Printexemplar können Sie dieses bestellen unter:

 

DümmerWeserLand Touristik

Niedersachsenstr. 2

49356 Diepholz

tourismus@remove-this.diepholz.de

Tel.: 05441-9762222

 

Zusätzlich gibt es im „Lutherjahr“ viele Veranstaltungen, die rund um den Dümmer das Thema „Grenz.Über.Gänge“ aufgreifen.

 

Folgende Segeltexte finden Sie rund um den Dümmer:

 

Station 1

Christi Ruf HAL(L)T über Grenzen hinweg

Jahrhundertelang lebten evangelische und katholische Christen in der Region um den Dümmer streng nach Konfessionen getrennt. Das Verhältnis zwischen ihnen war lange von Ressentiments und Feindseligkeiten bestimmt. Heute besinnen sich Christen beider Konfessionen auf das gemeinsame Fundament ihres Glaubens, Jesus Christus, und auf ihre gegenseitige Verbundenheit durch die Taufe.

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 2

Kulturlandschaft am Dümmer heute

Die heutige Landschaft rund um den Dümmer ist im Gegensatz zum Landschaftsbild im 16. Jahrhundert stark durch den Einfluss des Menschen geprägt. Aus der Naturlandschaft von einst ist eine Kulturlandschaft geworden. Die Dümmerniederung wird nach wie vor von der Wasserführung der Hunte geprägt, die den See und die ihn umgebenden Feuchtwiesen durchfließt.

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 3

Naturlandschaft am Dümmer zu Luthers Zeiten

Als Martin Luther am 31.Oktober 1517 seine 95 Thesen veröffentlichte, sah es hier in der Dümmerniederung noch deutlich anders aus als heute. Die Niederung war geprägt durch eine weitläufige sumpfige Landschaft. Die Hochwasser der damaligen Hunte überschwemmten regelmäßig weite Bereiche. Es war eine Landschaft zwischen Wasser und Land, die landwirtschaftlich noch nicht genutzt werden konnte.

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 4

Heute: 2 Bundesländer, 4 Landkreise, 3 Bezirke. Früher: zwei Königreiche und eine Herrschaft

Der Naturpark Dümmer erstreckt sich über die 2 Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Er enthält Flächen von 3 Bezirken und 4 Landkreisen. In seinem Zentrum befindet sich der Dümmer-See und bildet das Objekt der Begierde für Erlebnis, Wassersport, Erholung und Naturschutz.

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 5

Wo bin ich? In Europa, In Deutschland, am Dümmer, In Freiheit!

Hier leben ca. 90.000 Menschen in 11 Städten und Gemeinden. In früherer Zeit grenzten hier auch die Königreiche Preußen, Hannover und das Großherzogtum Oldenburg aneinander. Während in Preußen und Hannover größtenteils Protestanten lebten, war Oldenburg katholisch geprägt. So ist es auch heute noch. So ist der Naturpark Dümmer auch heute noch eine Grenzregion, die mehr und mehr die Grenzen überwindet…

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 6

Gibt es eine Grenze zwischen Glaube und Unglaube?

Religionsgrenzen. Konfessionsgrenzen. Glaubensgrenzen. Grenzen zwischen Glaube und Unglaube. Rechtgläubige. Falschgläubige. Abergläubige. Ungläubige. Trotzdem Glaubende. Grenzen verlaufen zwischen Menschen. Grenzen trennen Gebiete. Grenzen verwischen sich im Menschen. Wenn wir es merken – was für eine Chance!

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 7

Der Dümmer – kleines Meer für zwischendurch.

Berge und Wasser, Ufer und Felsen – wo sich Leben stößt am Leben Gefährdenden, und doch besteht und wächst. Da spüren wir es besonders. Wo Grenze und Weite sich zusammen spüren lassen: da werde ich neu gewahr, wer ich bin.

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 8

Ich gehe am See entlang….

Wasser, Feuer, Erde, Luft. Darin bin ich. Dazu verhalte ich mich. Darin vergehe ich. Sie bedingen mein Leben. Sie begründen es – mich. Und sie begrenzen es mir. Auch durch sie hindurch höre ich den Ruf: Lebe! Wage dich – ins Leben und Vergehen.

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 9

Was gehört auf’s Dach: Keule oder Pferd? Und ein Spruch über’s Tor?

Der ursprüngliche Hausbau am Dümmer fand traditionell in Fachwerken mit Dächern statt, die vermutlich aus Reet oder Stroh bestanden. Die ganze Region gehört zum Verbreitungsgebiet des Niederdeutschen Hallenhauses. Religiöse Sinnsprüche auf dem Balken über dem Einfahrtstor sind besonders oft seit der Zeit Martins Luthers anzutreffen.

Die sich kreuzenden Dachbretter an den Giebelseiten in der Form der Pferdeköpfe werden seit dem 19. Jahrhundert sehr naturalistische ausgeführt. Eine andere Verzierung auf dem Dach ist die Dachstange in Form einer Keule, Sternes oder Kugel.

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 10

Wovon lebe ich?

Leben und Arbeit am Dümmer: Landwirtschaft, Industrie, Kultur und Erholung… im Miteinander!

Die Natur machte es den Menschen in früheren Zeiten am Dümmer nicht so einfach das Land nutzbar zu machen. Die Menschen hatten es schwer und mussten hart arbeiten, um ihre Familien über die Winter zu bringen und das Fortkommen zu sichern. Früher hieß es in den Moorgebieten:“ Dem ersten der Tod, dem zweiten die Not, dem dritten das Brot.“ Heute zählt die Region rund um den Dümmer zu den wirtschaftlich stärksten Gebieten in Niedersachsen und bietet ihren Menschen vielfältige und hoch qualifizierte Beschäftigungsmöglichkeiten in vielen Gewerken.

Hier finden Sie den Langtext.

 

Station 11

Wo bin ich?

Wir alle werden irgendwo geboren, ziehen dann meist nach der Schule in eine andere Stadt, wo wir studieren oder einen Job anfangen. Manche bleiben auch immer in derselben Region.

Meist ist der Ort, an dem man lebt, gar nicht so im Voraus geplant gewesen. Hat sich halt irgendwie so ergeben. Dennoch gibt es immer einen Ort, an dem die Seele wirklich zuhause ist. Der Ort, wo wir glücklich sind und uns rundum wohlfühlen. Welcher Ort ist das bei dir?

 

Station 12

Friesen am Dümmer? Aus Urlandschaft wird Kulturlandschaft!

Im Hochmittelalter (1050-1350) finden erste durchgreifende Maßnahmen zur Entwässerung der Region am Dümmer statt. Die Grundherren des Territoriums, die Edelherren von Diepholz, engagieren Fachleute aus den heutigen Niederlanden, sogenannte Friesen für diese Kolonisationsarbeiten. Die Arbeiten zur Entwässerung der Region und damit zur Urbarmachung dauern mit unterschiedlicher Intensität bis weit ins 20. Jahrhundert an.

Hier finden Sie den Langtext.


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