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Blick vom Mordkuhlenberg
Fliegenpilz

Stemweder Berg

Der Steinbruch im Stemweder Berg
Im Steinbruch

Im Süden des Naturpark Dümmer erhebt sich der Stemweder Berg mit einer maximalen Höhe von 181 Metern. Er bildet nicht nur die südliche Grenze des Naturparks sondern auch die Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Dies ist auch historisch bedingt, denn diese Grenzlinie besteht schon seit Jahrhunderten. Damals zog sich die Grenze zwischen Hannover und Preußen durch den Stemweder Berg. Noch heute findet der Wanderer Grenzsteine mit den Bezeichnungen H/P.

Führungen auf dem Stemweder Berg werden von den zertifizierten Natur- und Landschaftsführern Inge Uetrecht (Stemweder Kräuterfrau) und Hans Möller-Nolting (Stemweder Wichtel) angeboten. Oder Sie wandern auf eigene Faust.

Entstehung

Der Stemweder Berg besteht aus Kalksteinen der Jüngeren Kreidezeit und ist durch Hebung der Erdschichten in Folge tektonischer Prozesse entstanden. Vor rund 200 Mio. Jahren befand sich hier ein warmes Meer, auf dessen Grund sich abgestorbene Pflanzen, Tiere und Sedimente ablagerten. In Jahrmillionen dauernden Prozessen versteinerten diese Ablagerungen unter großem Druck zu Kalksandstein. Sie geben uns heute noch Aufschluss über die Bedingungen in der Kreidezeit, lange bevor die Evolution den Menschen schuf. Die Kalksedimente des Berges sind reich an Fossilien. Die Versteinerungen sind in alten Steinbrüchen zu finden.

Fauna und Flora

Der Höhenzug des Stemweder Berges ist heute überwiegend mit Wald bedeckt. Es dominiert ein Kalkbuchenwald, in den diverse Nadelforste eingestreut sind.
Im Buchenwald ist der Boden im Frühjahr von einem bunten Blütenteppich überzogen. Es sind das Buschwindröschen und das Scharbockskraut, die vor dem Blattaustrieb der Bäume verschwenderisch blühen, um Insekten anzulocken.
Am Nordrand des Stemweder Berges steht eine markante Buche, die eigentlich aus drei zusammengewachsenen Einzelbäumen besteht. Hier und auch an anderen Orten sind alte Obstwiesen mit knorrigen Bäumen erhalten geblieben, aber auch neu angelegte hinzugekommen.
Auf dem kalkhaltigen Boden haben sich außerhalb des Waldes zahlreiche bunt blühende Kräuter angesiedelt, wie die violetten Flockenblumen, die rosaroten Hauhechel oder die violettblauen Taubenskabiosen. Die Tierwelt weist einige Arten auf, die in der waldarmen Umgebung fehlen, wie Feuersalamander und Bergmolch. Als Besonderheit ist auch die Weinbergschnecke zu nennen, die hier am Nordrand ihres Verbreitungsgebiets lebt.Nach jahrzehntelanger Abwesenheit brütet seit einigen Jahren der Kolkrabe wieder am Stemweder Berg, seine Stimme markante Stimme ist fast das ganze Jahr über zu hören. In dicken Buchen baut der Schwarzspecht seine geräumige Höhle.

Die unteren Hänge des Höhenzuges gehen in eine landwirtschaftliche genutzte Kulturlandschaft über. Eingestreut liegen hier einige alte und neu angelegte Obstwiesen, die unter anderem von der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz betreut werden. Rund um den Stemweder Berg hat die Arbeitsgemeinschaft Biotop- und Eulenschutz neue Lebensräume zum Eulenschutz angelegt.

Wandern im Stemweder Berg

Wanderkarte Stemwede
Wanderkarte Stemweder Berg

Der Stemweder Berg ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturfreunde. Von diversen Wanderparkplätzen aus sind 15 markierte Rundwanderrouten (zwischen einem und elf Kilometern Länge) erschlossen.

Auf der Wilhelmshöhe in Haldem gibt es im Umfeld der dortigen Gaststätte gute Spaziermöglichkeiten ohne große Höhenunterschiede.
Der Stemweder Berg bietet als isolierter Höhenzug eine rundum schöne Aussicht auf die zu Füßen des Berges in Feldern und Wiesen eingebetteten Dörfer. Der Blick reicht weit hinein in die Niederungen des Dümmers und des Oppenweher Moores, im Nordwesten begrenzt der Höhenzug der Dammer Berge den Horizont, im Süden der des Wiehengebirges.

Eine detaillierte Wanderkarte können Sie sich hier herunterladen. 

Ausgedruckt erhalten Sie die Karten in den Tourismusinformationen im Naturpark Dümmer und in den Naturinformationszentren.


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