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Kranich im Flug
Kranich in der Diepholzer Moorniederung

Der Kranich - Vogel des Glücks

„Der Kranich hält den Stein,
des Schlafs sich zu erwehren.
Wer sich dem Schlaf ergibt,
kommt nie zu Gut und Ehren.“

Bertold Brecht


Der Kranich (Grus grus) zog schon vor Jahrhunderten mit seinen eindrucksvollen Balztänzen den Menschen in seinen Bann. Sein vorsichtiges Verhalten während der Rast, wie beispielsweise der Schlaf im seichten Wasser, hat ihn zum Symbol der Vorsicht und der schlaflosen Wachsamkeit werden lassen. Das punktgenaue Eintreffen auf seinen Routen hat ihn zusätzlich zum Symbol der Pünktlichkeit und des Glückes gemacht. Von den Ägyptern bis Schiller, viele Dichter und Schriftsteller nutzten die Metapher des Kranichs für Geschichten, Fabeln und Gedichte.

Ein Beispiel dafür ist sicherlich das Gedicht "Der kluge Kranich" von Wilhelm Busch, welches Sie hier nachlesen können.

Kraniche beobachten

Kraniche auf dem freien Feld
Kraniche auf den Nahrungsflächen

Große Nahrungsflächen, gute Schlafplätze und geringe Störungen lassen immer mehr Kraniche die Diepholzer Moorniederung als Trittstein zwischen der nordostdeutschen Rügen-Bock-Region und dem nordostfranzösischen Rastplatz Lac du Der nutzen - sowohl im Herbst als auch im Frühjahr. Sie befinden sich in Gewässern mit Flachwasserbereichen, in denen die Kraniche nachts stehend schlafen. So schützen sich die Kraniche vor Fressfeinden.

Am Tag sind die Kraniche auf den Nahrungsflächen auf der Suche nach Ackerfrüchten, Würmern, großen Insekten und kleinen Wirbeltieren. Da kommen ihnen die vielen abgeernteten Felder in der Diepholzer Moorniederung sehr recht. Eine Stunde vor Sonnenuntergang fliegen sie zu ihren Schlafplätzen.  Der Einflug und Ausflug von den Schlafplätzen ist besonders sehenswert. Es lohnt sich früh aufzustehen und auf einem der vielen Beobachtungspunkte Wache zu halten (s. Karte). Erleben Sie wie die Kraniche unter trompetenartigen Rufen über Ihren Kopf ziehen. Die durchdringenden Rufe der Kraniche sind bis zu 2 Kilometer weit zu hören. Übrigens auch der Grund für ihren Namen, denn der althochdeutsche Name "cranuh" ahmt lautmalerisch seine Rufe nach.

Vielleicht können Sie sogar erkennen, welche Verpaarung es unter den Kranichen gibt. Diese leben ab dem dritten Lebensjahr bis zu ihrem Tod (etwa 20 Jahre) in monogamer Gemeinschaft.

Bitte halten Sie genügend Abstand von den Tieren. Ein Auffliegen bedeutet immer einen Energieverlust für die Tiere. Sie brauchen die Energie dringend, um in die Brut bzw. Überwinterungsgebiete zu fliegen.

Im Herbst halten sich die Tiere besonders lange im Naturpark Dümmer auf. Von Mitte Oktober bis Mitte November lassen sich die Kraniche besonders gut beobachten. Im Frühjahr legen sie nur einen kurzen Zwischenhalt ein, um schnell zu den Brutgebieten zu gelangen.

Im Herbst finden viele federnahe Exkursionen zu den Kranichen statt. Die Veranstaltungen zu den Kranichen finden Sie hier.

Kraniche erkennen

Kraniche in Formation
Kraniche in Formation Quelle: DümmerWeserLand

Wenn die Kraniche sich im Flug befinden, lassen sie sich leicht von anderen Zugvögeln unterscheiden. Zunächst durch ihre beeindruckende Größe von bis zu 1,20 Metern und einer Flügelspannweite von 2,20 Metern. Außerdem streckt er seinen langen Hals gerade hervor. Im Gegensatz zum, ebenfalls grauen, Fischreiher, der seinen Hals quasi "einklappt". Wer ihn immer noch nicht erkannt hat, achte auf die langen Beine, die den Schwanz beim Fliegen weit überragen.

Ein Video von fliegenden Kranichen finden Sie hier.

Die Jungkraniche sind zimtbraun und haben noch keinen schwarzen Kopf mit roter Stirn. Die rote Färbung auf der Stirn sind übrigens keine Federn sondern die Kopfhaut, die bei Erregung zusätzlich anschwillt. Ein Bild von einem Jungkranich sehen Sie oben, neben dem Naturpark-Logo.

Ein Video mit einer Gruppe von Kranichen finden Sie hier Auch einige Jungvögel sind darunter. Erkennen Sie sie? Außerdem zu sehen: Singschwäne, Graugänse und Kanadagänse. Diese Vögel sind auch häufig oder auch nur ab und zu zu Gast.

 

 


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Beobachtungspunkte für den Kranich in der Diepholzer Moorniederung
So finden Sie die Informationen über die Beobachtungspunkte: Klicken Sie auf die Karte und dort auf den Beobachtungspunkt, der Sie interessiert.