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Natur erleben am Dümmer
Segeln auf dem Dümmer

Dümmer-See

Dümmer-See

Der Dümmer ist Niedersachsens zweitgrößter Binnensee. Er ist eingebettet in eine weite Niederung, die den Westteil des Naturraums Diepholzer Moorniederung bildet. Ausgedehnte Niedermoore, die durch Verlandung des ehemals deutlich größeren Sees seit der letzten Eiszeit entstanden sind, umgeben das etwa 13 Quadratkilometer große Gewässer. Die Wassertiefe des Flachsees beträgt im Mittel nur gut einen Meter. Im Süden und Westen grenzen ausgedehnte Schilfröhrichte an die Wasserfläche, Teppiche aus See- und Teichrosen bedecken stille Buchten.

Den Dümmer-See erleben

Manschaftskanu auf dem Dümmer
Den Dümmer vom Kanu erleben

Der See ist ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus Osnabrück, Herford, Bielefeld und dem nördlichen Ruhrgebiet. Der Deich, der rund um den See läuft, ermöglicht ein ausgiebiges Erleben der Natur am Gewässer und in seinem Umland. Um den Besuchern reizvolle Einblicke in die Seelandschaft zu ermöglichen, wurden Lehrpfade und Aussichtsplattformen eingerichtet. Schon vor der Eindeichung des Dümmers 1953 zog der See Badegäste und Segler an. Heute werden weite Bereiche des Ostufers von Hafenanlagen und von Badestränden eingenommen.

Der Dümmer lässt sich auf vielfältige Weise erleben:

Die "Dümmer-Problematik"

Nach der Eindeichung des Sees verschlammte das Gewässer zusehends, das Wasser trübte sich stark ein, Unterwasserpflanzen starben ab - eine Folge der intensivierten Landwirtschaft und des Torfabbaus im Umland des Dümmers. Ein Sanierungskonzept, das in Kürze umgesetzt sein wird, wird dem Dümmer wieder saubereres Wasser verschaffen. Aber auch heute schon ist das Wasser viel klarer geworden - eine Folge des verringerten Fischbestandes.

Der Dümmer-Beirat beschäftigt sich mit der Umsetzung des 16 Punkte Plan der Dümmersanierung und aktuellen Problemen. Hier werden regelmäßig die Ergebnisse des Beirats hochgeladen.

Fragen und Antworten zur aktuellen Diskussion um die Dümmersanierung finden Sie hier.

Rast- und Brutvögel

Große Bedeutung hat der Dümmer als Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel. Bis über 50.000 Enten und Gänse halten sich im Winter am See auf. Die Pfeifente, zweithäufigste Entenart im Winter, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und rastet mit bis zu 8.500 Tieren am See. Große Ansammlungen bilden auch die Löffelenten. Prominentester Brutvogel des Dümmers ist die bundesweit stark im Bestand bedrohte Trauerseeschwalbe, die hier ihren wichtigsten Brutplatz in Niedersachsen hat. Als Charaktervogel des Dümmers wird der Haubentaucher bezeichnet, der im Schilf aber auch auf dem Teppich aus See- und Teichrosen brütet.

Seit einigen Jahren brüten mehrere Paare des Fischadlers rund um den Dümmer. Seit 2013 hat sich auch ein Seeadler-Päarchen südlich des Dümmers angesiedelt.

Mehr Informationen über die Rast- und Brutvögel am Dümmer-See bieten die Seiten des Naturschutzring Dümmer sowie der Vogelführer des Naturpark Dümmer.

Trauerseeschwalbe auf Stamm
Trauerseeschwalbe
Pfeifente im Wasser
Pfeifente

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