Inhalt

Diepholzer Moorniederung

 

Die Diepholzer Moorniederung erstreckt sich über 15 Hochmoore im Norden des Naturparks Dümmer und geht sogar noch über die Grenzen hinaus. Insgesamt umfasst das Gebiet 24.000 ha Hochmoor mit einer Hochmoortorfauflage von 30 cm. Eine Fläche, die etwa die Hälfte von Bremen einnehmen würde. Doch die Diepholzer Moorniederung ist nicht unberührt. Die Flächen wurden überwiegend abgetorft, entwässert sowie land- und forstwirtschaftlich genutzt. In einigen unzugänglichen Bereichen sind dennoch naturnahe Teilbereiche erhalten geblieben.

 

Langjährige Naturschutzarbeit zeigt Erfolg

Durch die engagierte und exponierte Naturschutzarbeit der lokalen Naturschutzverbände (insbesondere des BUND DHM) konnten mehrere Tausend Hektar Moor erhalten und renaturiert werden. Die Flächen sind so attraktiv geworden, dass viele hochmoorspezifische Arten zurückgekehrt sind. Darunter die Bekassine und natürlich der Kranich, der hier mittlerweile sogar brütet. Die positive Entwicklung hat dazu beigetragen, dass immer mehr Besucher das einzigartige Moor erleben möchten. Um Störungen zu vermeiden, wurde ein Konzept für die Besucherlenkung entwickelt darüber sind auch spannende Moorerlebnispfade entstanden.

 

Ein einzigartiger Lebensraum

Moore sind ein prägender Landschaftstyp im Naturpark Dümmer. Entstanden sind sie nach der letzten Eiszeit. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Hoch- und Niedermooren. Hochmoore sind im Gegensatz zu Niedermooren besonders arm an Nährstoffen. Aus diesem Grund haben sich über die Jahrtausende ganz besondere Pflanzen entwickelt, die sich an diese Extrembedingungen angepasst haben. Wie zum Beispiel der Sonnentau, der seinen Nährstoffbedarf über den Fang von Insekten deckt.

In der Diepholzer Moorniederung gibt es insgesamt 15 Hochmoore. Für mehr Informationen über die einzelnen Moore, klicken Sie auf die Moore auf der Karte oder wählen Sie aus dieser Liste:

Hochmoor & Niedermoor

Wollgras im Juni
Wollgrasblüte Quelle: DWL / Willi Rolfes

Es gibt Hochmoore und Niedermoore. Hochmoore, auch Regenmoor genannt, werden durch Regenwasser genährt und wachsen so sehr in die Höhe, dass sie nicht mehr an die Grundwasservorkommen reichen. Hochmoore ähneln einem Schwamm, der sich bei Regen mit Wasser vollsaugt. Die Mehrheit der Moore in der Diepholzer Moorniederung sind Hochmoore.

Niedermoore, oder auch mineralbodenwassergenährte Moore, sind häufig die Vorstufe zu Hochmooren. Es gibt unterschiedliche Typen, gemein haben sie den Wasserhaushalt, der abhängig vom Grund- und Bodenwasser ist. Zudem den Nährstoffreichtum im Vergleich zum Hochmoor. Die Moore um den Dümmer sind meist Niedermoore.

 

Hochmoorwachstum

Das jüngste Hochmoorwachstum im nordwestdeutschen Tiefland hat vor rund 6.000 Jahren, d.h. nach der letzten Eiszeit, begonnen. Um einen Millimeter im Jahr wächst die Torfschicht. Hochmoore wachsen über das umliegende Gelände hinaus und wölben sich wie ein Uhrglas. In solchen "Höhen" leben die Hochmoore allein vom Regenwasser, dass sie wie ein Schwamm speichern. Entsprechend arm sind sie an Nährstoffen. Hochmoore sind das "Lebenswerk" von Torfmoosen. Torfmoose haben keine Wurzeln, sie wachsen nahezu unbegrenzt nach oben und machen ihre Umgebung so sauer, dass nur noch wenige angepasste Pflanzen unter diesen extremen Bedingungen überleben können.

 

Moorschutz

Die Naturschutzorganisationen vor Ort setzen sich besonders auch für den Moorschutz ein. Weitere Informationen bieten auch die Internetseiten des BUND und des NABU. Das Moorschutzprogramm des Landes Niedersachsen setzt sich für die Sicherung der bestehenden und wiederzuvernässenden Moorflächen in Naturschutzgebieten ein.

Besuchen Sie doch eines der Moore des Naturparks. Sie werden sehen, jedes Moor wird Sie aufs Neue überraschen.


Subnavigation




Kontextspalte

So finden Sie die Informationen über Ihr Moor: Klicken Sie auf die Karte und dort auf das Moor, welches Sie besonders interessiert.