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Der Dümmer ist weiträumig von Niedermooren umgeben, die durch Verlandung des ehemals deutlich größeren Sees seit der letzten Eiszeit (Weichsel-Eiszeit) entstanden sind. In der Niederung siedelnde Menschen nutzten die Niedermoore als Wiesen und Weiden. Wegen der häufigen Überschwemmungen - auch im Sommer - war die Nutzungsintensität jedoch gering. In manche Bereiche konnte man nur in Trockenjahren vordringen.
Schon ab dem 16. Jahrhundert versuchte der Mensch das Wasser aus der Niederung zu entfernen. Erst mit der Eindeichung des Dümmers 1953 konnte das Umland des Dümmers stark entwässert werden. Die früher alljährlich auftretenden weitflächigen Überschwemmungen des Umlandes blieben aus, Torfabbau sowie Trockenlegung und Umbruch der feuchten Wiesen und Weiden zu Ackerland wurde ermöglicht. Tier- und Pflanzengemeinschaften, die die Flächen seit Jahrhunderten besiedelt hatten, nahmen in dramatischem Ausmaß ab. Auch betroffen waren die unzähligen Wasservögel, die auf ihrem Zug auf den überschwemmten Flächen gerastet hatten. Über Flächenankauf konnten Teile der Niederung wieder in feuchte Wiesen und Weiden zurückverwandelt werden. Mittlerweile werden ca. 2500 Hektar wieder extensiv bewirtschaftet.
Einige Hundert Hektar werden im Winterhalbjahr so stark vernässt, dass den Zugvögeln wieder Überschwemmungsflächen zur Verfügung stehen.

Seltene Sumpfpflanzen, wie die Sumpfdotterblume, konnten sich im südlich des Dümmers gelegenen Niedermoorgebiet Ochsenmoor halten und breiten sich durch Überschwemmungen wieder aus.
Naturschutzmaßnahmen in der Niederung haben entscheidend dazu beigetragen, dass sie nach wie vor ein bedeutendes Wiesenvogelbrutgebiet ist. Uferschnepfe, Großer Brachvogel und Bekassine kommen jeweils mit einigen Dutzend Paaren vor.
Überschwemmungsflächen sind ein starker Anziehungspunkt für rastende und überwinternde Vögel. Ganze Schwärme von nordischen Blässgänsen sind hier den Winter über anzutreffen.
Im südöstlichen Teil der Dümmerniederung machen seit einigen Jahren Kraniche auf ihrem Zug Rast. Sie suchen auf den abgeernteten Maisäckern nach Nahrung und übernachten auf überschwemmten Flächen im wiedervernässten Hochmoor.