Gänsetrupp (Foto: Rainer Storck)

11.01.2018

Faszination Wildgänse

Begleitete Fahrradtour zu den Wintergästen aus dem hohen Norden

Während viele Vogelarten den Winter in wärmeren Gefilden verbringen, versammeln sich zur kalten Jahreszeit alljährlich vor allem Bläss- und Saatgänse aus Sibirien in großen Scharen in der Diepholzer Moorniederung. Eine perfekte Kulisse für eine (ent-) spannende Fahrradtour im Rehdener Geestmoor am Sonntag, 28. Januar. Auf der gut vierstündigen Tour, die um 13 Uhr am Beobachtungsturm im Geestmoor startet, wird die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin Heidrun Nolte viel Wissenswertes rund um unsere Wintergäste zu berichten haben und das Ganze zu einem wahren Naturerlebnis werden lassen.

Wenn die Gänse im Winter in die Diepholzer Moorniederung geflogen sind, haben sie bereits Tausende von Kilometern zurückgelegt und füllen ihre Energiereserven auf offenen Grünländern wieder auf. Zu ihrer bevorzugten Nahrung zählen vor allem verschiedene Gräserarten, Wurzeln und Sämereien. Diese fressen Gänse meist den ganzen Tag, um sich Fett für den Rückflug zuzulegen. Die Nächte verbringen die Gänse gerne geschützt auf Wasserflächen. Hierfür bieten sich in der Diepholzer Moorniederung die zahlreichen gut wiedervernässten Moore an, in denen sie sich in der Nacht die überstauten Flächen häufig mit anderen Vogelarten, wie dem Kranich, der in der Region teilweise überwintert, teilen.

Zusammen mit der zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin Heidrun Nolte geht es am Sonntag, 28. Januar von 13 bis 17 Uhr auf eine (ent-) spannende Fahrradtour zu den Wintergästen im Rehdener Geestmoor, in der die Biologin vor allem auf die verschiedenen überwinternden Vogelarten und ihr Zug- und Sozialverhalten, aber auch auf den Lebensraum Moor und seinen Schutz eingehen möchte. Treffpunkt ist der Aussichtsturm des Rehdener Geestmoores, Moordamm 10 in Hemsloh. Der Kostenbeitrag liegt bei 9 € für Erwachsene, Kinder zwischen 6 und 14 Jahren zahlen die Hälfte. Die Teilnehmer werden gebeten, ihr eigenes Fahrrad und, soweit vorhanden, ein Fernglas mitzubringen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Ulenhof-Schäferei zu besichtigen. Weitere Informationen zur Tour können direkt bei Heidrun Nolte unter 05441/9762222 erfragt werden.

Das Rehdener Geestmoor ist eines von insgesamt 15 Hochmooren in der Diepholzer Moorniederung. Bereits vor dem Ende der industriellen Abtorfung im Jahr 1997 wurden im Gebiet umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt, welche nun regelmäßig wiederholt werden. Diese Maßnahmen führten dazu, dass sich wasser- und lichtliebende und für das Hochmoor typische Pflanzen wie Torfmoose, Sonnentau und Wollgras und mit ihnen auch an das Hochmoor angepasste Tiere in ihrem Bestand erholen und weiter ausbreiten konnten.


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