Libelle im Moor (Foto: Dr. Michaela Meyer)

11.07.2019

„Es tanzt so schön die Libelle…“

Naturerlebnis-Spaziergang über den Diepholzer Moorerlebnispfad

Sie erfreuen uns mit ihrer wundersamen Pracht, surren und sirren bei atemberaubenden Flugmanövern und sind geschickte Räuber: Libellen, die fliegenden Juwelen. Auf einem gut zweieinhalbstündigen Naturerlebnis-Spaziergang auf dem Diepholzer Moorerlebnispfad am Sonntag, 21. Juli entführt die Naturführerin Brigitte Haase Naturfreunde in die besondere Welt der größten Insekten Deutschlands. Los geht es um 14 Uhr vom Parkplatz an der nördlichen Zuwegung zum Diepholzer Moorerlebnispfad im Westen von Diepholz.

Schon vor 320 Millionen Jahren flogen die Vorfahren unserer heutigen Libellen durch die Sumpfwälder der Steinkohlezeit. Manche hatten Flügelspannweiten von bis zu 60 Zentimetern. Inzwischen sind die Libellen ein gutes Stück geschrumpft. Die heutigen weltweit etwa 5.000 Libellenarten weisen Flügelspannweiten von 2 bis 15 Zentimetern auf. Die in vielen Farben geschmückten grazilen Libellen sind ausgesprochene Flugkünstler und faszinieren mit ihrer Vielfalt.

Auf einem Natur-Erlebnisspaziergang möchte die Naturführerin Brigitte Haase auf die fliegenden Juwelen aufmerksam machen und weiß auf der Rundwanderung über den Mitte April 2018 neu eröffneten Moorerlebnispfad mehr über den von den Libellen neu eroberten Lebensraum, dem wiedervernässten Hochmoor, zu berichten. Die gut zweieinhalbstündige Führung startet um 14 Uhr Parkplatz am Nordeingang des Moorerlebnispfades in Diepholz (Kielweg). Der Kostenbeitrag liegt bei 7 Euro für Erwachsene, Kinder zwischen 6 und 14 Jahren zahlen die Hälfte. Eine Anmeldung bei Brigitte Haase unter 05441/1257 ist empfehlenswert. Unter der angegebenen Telefonnummer können auch weitere Informationen erfragt werden. Ein geeignetes und festes Schuhwerk, passende Kleidung (wetter- und mückenfest) und ein Fernglas sind empfehlenswert.

Das Diepholzer Moor ist eines von 14 weiteren Mooren in der Diepholzer Moorniederung im Westen der Stadt Diepholz. Es weist auch heute noch viele ursprüngliche Hochmoorbereiche auf. In den Randbereichen finden sich einige bäuerliche Handtorfstiche und Hochmoorgrünland. Knapp die Hälfte des floristisch, faunistisch und naturkundlich wertvollen Moores ist unter Naturschutz gestellt.


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